

Die Berufseignung ergibt sich aus einem Vergleich der individuellen Berufsneigung mit den eingeholten Berufsinformationen: Bin ich zu dem fähig, in der Lage, was ich mir vorgenommen habe?
Dieser Vergleich zielt in erster Instanz auf eine Bestandsaufnahme von Soll und Ist.
Je früher sich Schüler diesem Vergleich selbstkritisch und selbstbewusst stellen, desto vielfältiger sind die Möglichkeiten, diesen Vergleich durch gezielte Anstrengungen für sich zu entscheiden.
Aktive Berufsorientierung im Teilbereich der Berufseignung heißt nicht nur, Eignungen festzustellen, sondern vor allem, die Eignungen zu einem bewusst angestrebten Beruf zu fördern und gezielt zu entwickeln.
Eine Diagnose über die Berufseignung eines Schülers sollte also nicht im Ist-Zustand verharren (Defizitansatz), sondern Möglichkeiten aufzeigen, vorhandene Fähigkeiten zu fördern und zu entwickeln (Potenzialansatz).
Als Hilfsmittel zur Feststellung der Berufseignung können auch Berufseignungstests eingesetzt werden.