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Personalentwicklung durch Qualifizierung

Personalentwicklung umfasst alle bildungs- und stellenbezogenen Maßnahmen eines Unternehmens, die der Qualifizierung aller Mitarbeiter und Führungskräfte dienen. Personalentwicklung ist Bestandteil des Personalwesens und mit anderen personalwirtschaftlichen Funktionen verknüpft, so etwa mit der Personalbeschaffung, Personalplanung, Personalerhaltung, Personalfreistellung etc. und beruht auf Informationen über die Mitarbeiter (Eignungs- und Fähigkeitsprofile, Leistungen, Potenziale), die Aufgabenstruktur und Organisation (Anforderungsprofile, Organisationsaufbau, Betriebskultur). Bildungs- und arbeitsmarktbezogene Rahmenbedingungen werden dabei mit einbezogen. Berufliche Weiterbildung wird heute als Teil des Konzeptes Personalentwicklung betrachtet.

Maßnahmen zur Personalentwicklung

Allgemein lassen sich folgende Maßnahmen zur Personalentwicklung unterscheiden:

  • Entwicklungsmaßnahmen „into the job“: Diese Maßnahmen bereiten auf einen Beruf bzw. Aufgabenfeld vor z. B. Einführung neuer Mitarbeiter, Informationen über das Unternehmen, die Produkte etc.
  • Entwicklungsmaßnahmen „on the job“ : Diese beziehen sich auf die Qualifizierung im Prozess der Arbeit im Rahmen von job enlargement (Arbeitserweiterung). Job enrichment (Arbeitsbereicherung), job rotation (Arbeitswechsel) sowie weitere unterstützende Formen wie Coaching (personenbezogene Beratung und Begleitung am Arbeitsplatz)
  • Entwicklungsmaßnahmen „near the job“: Diese Aktivitäten stehen nicht in direktem örtlichen und zeitlichen Zusammenhang zu den Arbeitstätigkeiten. Angesprochen sind Qualifizierungsformen wie Qualitätszirkel, Lernstatt, Projektarbeit (vergleiche 4.1.2)
  • Entwicklungsmaßnahmen „off the job“: Neben den formalisierten Qualifizierungsmaßnahmen nach dem Berufsbildungsgesetz und er Handwerksordung (vergleiche 4.1) sind hier interne und externe Seminare, Workshops, Assessment Center, Erfahrungsaustauschgruppen, Förderkreise etc. angesprochen.

Erlernen der Organisationskultur

Organisationskultur manifestiert sich in grundlegenden Annahmen und Überzeugungen sowie Verhaltensweisen, die von den Mitgliedern einer Organisation geteilt werden. Organisationskultur ist meist nicht explizit bewusst (Betriebsjargon, typisches äußeres Erscheinungsbild der betrieblichen Mitarbeiter, dominante Firmensymbole).

Zahlreiche Unternehmen versuchen, ihre Organisationskultur in einem Leitbild zu formulieren. Der Einbezug der Mitarbeiter spielt hierbei ein große Rolle, weil Motivation und Bindung an das Unternehmen entstehen und betriebliche Kulturmerkmale verinnerlicht werden sollen.

Mentorensysteme

Ausgehend von der ursprünglichen Bedeutung von Mentor („väterlicher Freund, „Lehrer“) werden in Betrieben Mentoren als Unterstützer der Förderung der Nachwuchskräfte oder als psychosoziale Begleiter von Mitarbeitern (Hilfestellung und Ratschläge, Vertrauensbeziehung herstellen, Vorbild darstellen) eingesetzt. Oft übernehmen Vorgesetzte mehr oder weniger explizit die Rolle eines Mentors.

Karriereentwicklungsprogramme

Solche Programme dienen dazu individuelle Karriereziele mit den betrieblichen Erfordernissen in Übereinstimmung zu bringen. Neben dem beruflichen Aufstieg kann Karriereentwicklung auch die Frage zum Gegenstand haben, wie Arbeitsplätze umgestaltet, Abteilungen reorganisiert oder Versetzungen vorgenommen werden.

Vorgesetzte nutzen das regelmäßige Mitarbeitergespräch, um Mitarbeiter zu ermuntern, für die eigene Karriere verantwortlich zu sein, ihnen Feedback zu geben, Stärken und Schwächen zu besprechen.

Weiterführende Links zu den genannten Gesetzen und Verordnungen:

Weitere Links zu Gesetzestexten finden Sie in unserer Infothek.

Weitere Informationen im Internet:

Weitere Informationen zu Gesetzen und Verordnungen zur sozialen Sicherheit finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie Es folgt ein externer Link in einem neuen Fenster:www.bmwi.bund.de und des Bundesministeriums für Gesundheit Es folgt ein externer Link in einem neuen Fenster:www.bmg.bund.de.